Bad Skid holt den vierten Stern im Matsch von Jena

DM 1Am vergangenen Wochenende fand in Jena eine deutsche Meisterschaft statt, die wohl in vielerlei Hinsicht einzigartig war. Das kühle Wetter und der anhaltende Regen sorgten dafür, dass das Organisationskomitee fast stündlich gezwungen war den Spielplan zu verändern, Spiele zu verschieben, zu verkürzen oder gänzlich zu streichen. Sogar eine ganze Liga musste abgesagt werden, weil ein Bespielen der Felder schon nach wenigen Spielen unmöglich war. Unter diesen Umständen für den reibungslosen Ablauf eines Turniers dieser Größe zu Sorgen und unter Druck, ständig die richtigen Entscheidungen zu treffen, gehört sicherlich zu den schwersten Dingen, die am Wochenende in Jena vollbracht wurden. Deshalb startet dieser Bericht mit einem großen Dankeschön an alle, die bis zum Schluss hart gearbeitet haben, um Ordnung in dieses matschiges Chaos zu bringen.


Für Bad Skid begann die Deutsche Meisterschaft am Freitagmorgen mit einem Spiel gegen Hamburg. In strömendem Regen starteten 13 Bad Skid Spieler die Mission Titelverteidigung. Schon von Beginn an gelang es der Defense des deutschen Meisters mit einer Zonenverteidigung die Hamburger an einem schnellen Passspiel zu hindern und somit ein ums andere Mal zu punkten. Auch im weiteren Spielverlauf konnten die Spieler aus der Hansestadt nicht zu ihrem gewohnt sicheren Spiel finden und so endete das Spiel mit einem deutlichen 15:5 für Bad Skid.


Auf einem schon mehr als beschädigten Rasenplatz stand im zweiten Match des Tages die Spielvereinigung FrankN als Gegner für Bad Skid auf dem Platz. Beide Mannschaften schafften es sehr schnell, ihr Spiel den ungünstigen Bedingungen anzupassen und mit erstaunlich wenigen Scheibenverlusten auszukommen. Es entwickelte sich ein harter Kampf mit heißen Duellen um nahezu jede Scheibe. Letztendlich wurde das Spiel durch einzelne Fehler auf fränkischer Seite entschieden, die Bad Skid eiskalt bestrafte. Am Ende stand ein 15:10 auf dem Scoreboard.


Noch am späten Freitagabend war abzusehen, dass eine Besserung der Platzverhältnisse für den Samstag kaum zu erwarten war und so war es nicht unerwartet, dass alle Spiele für Samstagmorgen abgesagt werden mussten. Daraus resultierte eine Menge Freizeit, die von den Bad Skid-Spielern mit offiziell als „Teambesprechung“ deklarierten Zusammenkünften in der Umkleidekabine 5 genutzt wurden. Eine zentrale Rolle spielte hierbei ein Lacrosseball, dessen regelkonforme oder regelwidrige Bewegung im Raum nicht selten zu tumultartigen Situationen führte, welche die tolerierbare Geräuschkulisse wohl das eine oder andere Mal überschritten haben.


Möglicherweise weit weniger intensiv war das erste Ultimatespiel des Tages gegen Köln, da der Untergrund ein ordentliches Spiel nahezu unmöglich machte. Die Bewegungsformen glichen eher denen eines Eishockeyspiels. Für Bad Skid war dies nicht das erste Spiel auf fragwürdigem Untergrund in diesem Jahr, so dass es dem Team aus dem Raum Heilbronn wohl etwas besser gelang sich auf die Begebenheiten einzustellen, um das Spiel letztenendes klar mit 13:2 für sich zu entscheiden.


Das zweite Spiel des Tages wurde am frühen Abend dann erstmals auf einem Kunstrasen ausgetragen, den das Team der Turnierorganisation zusätzlich organisieren, und damit wohl zumindest für einige wenige Teams das Turnier retten konnte. Das letzte Gruppenspiel gegen die „7 Schwaben“ aus Stuttgart hatte jedoch de facto keine größere Bedeutung, da bereits vor dem Spiel die endgültigen Platzierungen in der Gruppe B feststanden. Dem Umstand geschuldet, dass die Überkreuzspiele für die Zweit- und Drittplatzierten der Gruppen noch am selben Abend stattfanden, waren es die Stuttgarter die besser mit ihren Kräften haushalten mussten. Somit endete das Spiel mit einem wenig repräsentativen Endergebnis von 13:1 für Bad Skid.


Am Sonntagmorgen kam es dann zu einem erneuten Aufeinandertreffen gegen Stuttgart, deren Taktik am Vorabend aufging, als ihnen ein Sieg gegen MUC aus München und damit der Halbfinaleinzug gelang. Selbstverständlich war die Ausgangssituation für dieses Spiel nicht mit der des Gruppenspiels zu vergleichen. Erwartungsgemäß präsentierten sich die „7 Schwaben“ in diesem Spiel weitaus besser und stellte sowohl die Defense als auch die Offense von Bad Skid immer wieder vor große Aufgaben. Lediglich die nötige Konstanz fehlte dem teilweise noch sehr jungen Team aus dem Süden der Republik, um den amtierenden deutschen Meister ernsthaft zu gefährden und so endete das Spiel etwas schmeichelhaft mit einem 15:6 Erfolg für Bad Skid.


Zum vierten Mal in Folge hieß es also „Finale“ für Bad Skid bei einer deutschen Meisterschaft. Nach einer Pause im Vorjahr lautete der Gegner einmal mehr Heidelberg. Also hieß es für Bad Skid auch im Jahr 2014 wieder: Rotes Trikot bereitlegen und Vorbereitungen treffen für ein weiteres der legendären Aufeinandertreffen mit der achtbesten Mannschaft der Welt. Schnell war für die wenigen Zuschauer, die ausgeharrt waren um dieses Spiel live zu verfolgen, die besondere Intensität dieses Duells spürbar. Den besseren Start erwischte Bad Skid und konnte früh für 3 Breaks sorgen, doch Heidelberg antwortete prompt und konnte zur Halbzeit auf 7:8 verkürzen. Auch nach der Halbzeit blieb die Partie, dank der überzeugenden Leistung der beiden Offense-Lines weiterhin offen. Erst kurz vor Ende des Spiels gelang Heidelberg ein erneutes Break und so kam es zum absoluten Showdown im Universe-Point. In einem Luftduell kurz vor der Endzone des Gegners sicherte schließlich der unter Schmerzen spielende Christoph Köble die Scheibe und damit den Sieg für Bad Skid. Ganz sicher ein Catch, der unter anderen Umständen für eine Nominierung zum Spieler des Tages ausgereicht hätte.


Mit diesem Sieg konnte Bad Skid bereits zum vierten Mal die Meisterschaft erringen und bleibt seit 4 Jahren und exakt 24 Spielen bei deutschen Meisterschaftsturnieren ungeschlagen. Ein besonderer Dank geht an alle Zuschauer und Fans für die großartige Unterstützung, an Heidelberg für ein herausragendes Finale auf höchstem Niveau und schließlich an alle, die es überhaupt ermöglicht haben, dass dieses Finale überhaupt ausgetragen werden konnte.


Nun heißt es: Stollenschuhe putzen, Trikots waschen und dann geht es ab nach Frankfurt, wo der alte und neue deutsche Meister vom 3. – 5. Oktober bei der europäischen Clubmeisterschaft antritt, um die Saison 2014 mit einem weiteren Highlight zu beenden.

24 games, 4 titles and one team to rule them all – Bad Skid forever!

DM 2

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